Das kleine Reiseblog

Unterwegs in Europa

Im Adlon wird man nicht nur übernachten

von Jens

… Im Adlon wird man sein!

Diese Aussage von Lorenz Adlon kann ich nach dem Besuch des Adlon nur bestätigen! Die Geschichte des Adlon spürt man beim Betreten der Halle, es ist ein sehr internationales Publikum anwesend. Wir fuhren mit dem Auto vor das Hotel und  der Doorman (ja, so heißen die Personen vor dem Eingang) nahm den Schlüssel entgegen und versorgte das Auto. Wir bekamen einen Beleg mit einer Nummer und die Information “Wenn Sie das Auto benötigen, sagen Sie bitte 15 Minuten vorab an der Rezeption Bescheid, wir fahren den Wagen dann vor.” – Tolles Gefühl :-) Die Zimmer entsprechen natürlich den Erwartungen an ein 5*-Hotel und auch der Service ist grandios. Der Concierge in der Lobby hat uns gleich für unseren ersten Tag wertvolle Tipps gegeben, was wir im näheren Umkreis um das Hotel am Brandenburger Tor besichtigen können.

So starteten wir mit dem Mahnmal des Holocaust, was sich im Prinzip direkt am Hinterausgang des Hotels befindet. Das Brandenburger Tor – inklusive Fan-Fest zur WM konnten wir ja direkt bei der Ankunft begutachten. Anschließend besorgten wir uns ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin und begaben uns zum Ku’damm, um dem KaDeWe – speziell der Feinkostabteilung – einen Besuch abzustatten. Von dort starteten wir mit der U-Bahn in Richtung Kreuzberg, wo wir ursprünglich etwas essen wollten. Wir fuhren bis zum Halleschen Tor mit der S-Bahn, und dann ging es zu Fuß weiter. Leider fanden wir die Straße, die uns empfohlen wurde nicht auf Anhieb und irrten (im Prinzip) immer weiter Richtung Norden bis wir auf einmal am Checkpoint Charlie ankamen.

Da der Hunger inzwischen stark ausgeprägt war, besuchten wir die Casa Italia um dort etwas zu essen. Keine Fehlentscheidung, die Pizza war toll. Danach fuhren wir mit der S-Bahn zum Pariser Platz zurück und ruhten uns auf dem Zimmer ein wenig aus. Am Abend besuchten wir noch die Fan-Meile und schauten das Spiel um Platz 3: Brasilien – Niederlande.

Das besagte Frühstück im Adlon

Wie schon in meinem Weltmeister-Post erwähnt, ist das Frühstück im Adlon ein echter Knaller. Zwar gibt es die Möglichkeit, sich verschiedene Frühstücks-Arrangements (Preise bis 2000 EUR)  auf das Zimmer liefern zu lassen, aber auch der Adlon-”Standard” ist völlig ausreichend :-) Hier z.B. der frische Honig:

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Anschließend ging es los zum Reichstagbesichtigung. Der Tag endetet so großartig, wie er begonnen hatte: Weltmeister!

Tipps für Berlin

Bei meinen Recherchen vor der Berlin-Reise stellte ich schon fest, dass viele Blogs und Seiten mit guten Tipps aufwarten. Deshalb werde ich das hier relativ knapp halten.

  • Ihr braucht keine Sightseeing-Busse. Die Linie 100 fährt nahezu die gleiche Strecke
  • Wollt ihr in den Reichstag, bucht euch vorab eine Zeit. Wichtig: Personalausweis oder Reisepass ist zwingend für den Einlass!
  • Nehmt ein Hotel in der Innenstadt in der Nähe einer S- oder U-Bahnstation
  • Die “Berlin-Welcome”-Karte ist nur sinnvoll, wenn ihr Musseen oder ähnliches besuchen wollt
  • Schaut euch den Berliner Hauptbahnhof an!

Wenn Ihr noch Fragen habt, zögert nicht und schreibt mich an. Ich versuche zu helfen, bin jedoch nicht der ausgewiesene Berlin-Spezialist :-)

Weltmeister am Brandenburger Tor!

von Jens

Manchmal gibt es lustige Zufälle. Einer davon ist mir Anfang Juni passiert.

Als ich gelangweilt auf einer Reisewebseite surfe, entdeckte ich ein für mich interessantes Angebot:

Hotel Adlon Kempinski Berlin
Unterkunft in einem Deluxe-Zimmer, inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet. Auch in diesem Angebot enthalten sind kostenloses Upgrade ab Executive-Zimmer, der kostenlose Zugang zum Wellness- und Poolbereich und später Check-out bis 14:00 Uhr (nach Verfügbarkeit).

Da ich noch nie in Berlin war und seit dem ZDF-Dreiteiler “Das Adlon. Eine Familiensaga.” unbedingt einmal in Adlon wollte, schlug ich zu. Als Anreisetermin ergab sich der 12.07.2014, zu diesem Zeitpunkt hatte ich weder die Nationalmanschaft, noch das Datum des Endspiels auf meiner Rechnung.

Die Anreise rückt näher

… und Deutschland gewinnt das Halbfinale gegen Brasilien mit 7:1. Da wird klar:
Ich bin am Endspieltag in Berlin! Und ich wohne direkt am Brandenburger Tor.
Noch Fragen?

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Das Adlon

Ja, über das Adlon selbst berichte ich dann ein anderes mal ;-) Vorweg aber schon mal eins: Das Frühstücksbuffet ist ein Knaller, speziell die Art und Weise wie der Honig präsentiert wird…

 

Fahrkarten aus aller Welt

von Jens

Ein Ticket aus England

Fahrt von London Paddington Station zum Flughafen Heathrow (Heathrow Connect).

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Tower of London, Post-Christmas-Sale Teil 2

von Jens

Tower & Tower Bridge

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Towers. Da das Wetter morgens noch nicht so optimal aussah, wollten wir den Tower besuchen. Aber erst einmal gingen wir ins Hotel “Rose Garden” für ein leckeres englisches Frühstück mit Eiern, Würstchen, Speck, gebackenen Bohnen, gebratene Champignons und Tomaten. English Breakfast eben – sehr zu empfehlen und lang anhaltend!

Danach fuhren wir (mit Tube und Oyster Card :-) ) zunächst in die Stadt, um beim Kampf um die günstigen Musicaltickets teilzunehmen – und das bei Regen und einem verklemmten Schal (Jutta hat sich bei dem Regenwetter auch noch den Schal in die Jacke geklemmt und konnte nur durch die Hilfe Dritter befreit werden).  Nachdem wir für den Abend Tickets für “Let it be” ergattert hatten, ging es zum Tower of London und wie es so ist, wenn Engel reisen, riss der Himmel auf und die Sonne kam raus. So konnten wir den Tower bei strahlendem Sonnenschein besichtigen und schöne Bilder von der Tower Bridge schießen. Natürlich haben wir auch die Kronjuwelen angeschaut oder besser gesagt uns mit dem Rollband an den Kronjuwelen vorbeifahren lassen.

Nach einer stärkenden heißen Schokolade bei Starbucks schritten wir erhobenen Hauptes über die Towerbridge und nutzten die “blaue Stunde” aus, um Bilder vom Tower, der Gurke oder auch dem Riesen-Dildo zu schießen. Danach trieb uns mal wieder der Hunger. Eigentlich wollten wir zu Zizzis, doch leider war alles voll und so sind wir bei einem Italiener in der Nähe gelandet.

LET IT BE – Beatles Musical

Leider reichte die Zeit nicht, um noch vor dem Musical kurz zum Hotel zu fahren und die extra mitgeführten schicken Kleider anzuziehen. Aber wir wurden auch mit der Standard London-Sturmfrisur ins Musical gelassen und hatten einen sehr schönen Abend!

Die Angst, dass wir das Musical nicht verstehen würden, war grundlos- das Musical hatte nicht viel Text. Die Geschichte der Beatles wurde anhand der Lieder, Kostüme und der Bühnendeko erzählt. Perfekte Wahl also! Und so ging auch der zweite Tag mit einem Spaziergang und vielen Eindrücken zu Ende.

Let it be! Beatles Musical London

Let it be! Das Beatles Musical London

Post-Christmas-Sale in London GB

von Jutta

Mein Bruder und ich schenken uns schon seit ein paar Jahren nichts mehr zu Weihnachten. Nicht weil wir uns nicht leiden können, nein, wir unternehmen stattdessen etwas zusammen. Die Unternehmungen haben ganz harmlos mit Essen gehen, Krimidinner und Theater angefangen und sind dieses Jahr auf dem Höhepunkt angekommen: 5 TageLondon. Der Starttermin sollte der 2. Weihnachtsfeiertag sein. Und so kam der Abreisetag immer näher…

Nach einem gemütlichen Frühstück bei unseren Eltern und dem Auswendiglernen eines 4-stelligen Codes, den wir laut Reiseleiter Jens später irgendwann brauchen würden, sind wir erschreckenderweise etwas knapp Richtung Flughafen Frankfurt gefahren. Am Ende hat aber alles mit dem Parken und mit dem Shuttle perfekt geklappt, so dass wir 5 Minuten vor Schalterschluss unsere Koffer eingecheckt haben – und los gings nach London!

Endlich in London!

Nach einem sehr ruhigen Flug mit komischem Kuchen als Snack, kamen wir mit Riesenhunger in London Heathrow an und machten uns auch gleich auf den Weg Richtung Lancaster Gate. Bevor es aber losgehen konnte, hieß es zuerst: OYSTER CARD*! Das wichtigste Wort und Hilfsmittel während der nächsten 5 Tage. Der schnellste Reiseleiter Jens hat das glücklicherweise für uns geregelt.
Da dummerweise weder der Heathrow-Express noch der Heathrow-Connect an diesem Tag fuhren, fuhren wir mit der Underground, was leider etwas länger gedauert hat, als geplant, da ohne Vorwarnung auch einige Underground-Linien nicht fuhren. Letztendlich haben wir es noch geschafft vor 18 Uhr am Hotel zu sein, was bedeutete, dass wir den Code, den wir am Morgen auswendig gelernt hatten, doch nicht brauchten, da die Rezeption noch besetzt war. Somit wussten wir endlich auch für was wir diesen Code unnötigerweise auswendig gelernt hatten…

Nachdem wir die Betten ausgelost hatten, waren die knurrenden Mägen nicht mehr zu überhören, der Hunger war gigantisch. Also musste was zu Essen her! Gesagt getan und los gings. Leider hatten die von der Rezeption empfohlenen Restaurants am 2. Weihnachtstag geschlossen, also kam gleich unsere Oyster Card wieder zum Einsatz und ab gings Richtung Piccadily Circus. Natürlich fuhren wir mit dem Bus dort hin und einige Augen fingen schon an zu leuchten, als wir durch die volle Oxford Street fuhren und all die schönen, noch weihnachtlich dekorierten Läden und Rabatte sahen… Aber der Hunger war erst einmal größer und so besuchten wir gleich am ersten Abend das Angus Steak House, wo wir seeeehr lecker essen konnten. Der Tag war gerettet!

Ein abendlicher Blick in die post-christmas-sale-bereite Regent Street in London.

Ein abendlicher Blick in die “post-christmas-sale-bereite” Regent Street in London.

 

*Die Oyster Card ist ein hervorragendes Angebot der Londoner Verkehrsbetriebe (Transport for London). Es funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip: Man lädt die Karte mit einem Betrag X auf und beim Betreten bzw. Verlassen ein Tube-Station oder wenn man in einen Bus einsteigt wird der Fahrpreis von der Karte abgezogen. Das Gute: Es gibt ein Tagesmaximum: Sobald man zur Hauptverkehrszeit Fahrten im Wert von 8,40 Pfund (das sind ca. 10,50 EUR – Quelle: finanzen.net) gemacht hat, ist der Rest des Tages kostenlos. außerhalb der Hauptverkehrszeit sogar schon ab 7 Pfund (ca. 8,80 EUR). Somit ist dieses Ticket immer günstiger, als eine Tageskarte die aktuell mit 9 Pfund zu Buche schlägt. (Preise: Stand 2014!)

Weitere Infos zur OYSTER Card gibt es bei London Transport: http://www.tfl.gov.uk/travel-information/visiting-london/visitor-oyster-card?intcmp=4043