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Mein Bruder und ich schenken uns schon seit ein paar Jahren nichts mehr zu Weihnachten. Nicht weil wir uns nicht leiden können, nein, wir unternehmen stattdessen etwas zusammen. Die Unternehmungen haben ganz harmlos mit Essen gehen, Krimidinner und Theater angefangen und sind dieses Jahr auf dem Höhepunkt angekommen: 5 TageLondon. Der Starttermin sollte der 2. Weihnachtsfeiertag sein. Und so kam der Abreisetag immer näher…

Nach einem gemütlichen Frühstück bei unseren Eltern und dem Auswendiglernen eines 4-stelligen Codes, den wir laut Reiseleiter Jens später irgendwann brauchen würden, sind wir erschreckenderweise etwas knapp Richtung Flughafen Frankfurt gefahren. Am Ende hat aber alles mit dem Parken und mit dem Shuttle perfekt geklappt, so dass wir 5 Minuten vor Schalterschluss unsere Koffer eingecheckt haben – und los gings nach London!

Endlich in London!

Nach einem sehr ruhigen Flug mit komischem Kuchen als Snack, kamen wir mit Riesenhunger in London Heathrow an und machten uns auch gleich auf den Weg Richtung Lancaster Gate. Bevor es aber losgehen konnte, hieß es zuerst: OYSTER CARD*! Das wichtigste Wort und Hilfsmittel während der nächsten 5 Tage. Der schnellste Reiseleiter Jens hat das glücklicherweise für uns geregelt.

*Oyster Card
Die Oyster Card ist ein hervorragendes Angebot der Londoner Verkehrsbetriebe (Transport for London). Es funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip: Man lädt die Karte mit einem Betrag X auf und beim Betreten bzw. Verlassen ein Tube-Station oder wenn man in einen Bus einsteigt wird der Fahrpreis von der Karte abgezogen. Das Gute: Es gibt ein Tagesmaximum: Sobald man zur Hauptverkehrszeit Fahrten im Wert von 8,40 Pfund gemacht hat, ist der Rest des Tages kostenlos. außerhalb der Hauptverkehrszeit sogar schon ab 7 Pfund. Somit ist dieses Ticket immer günstiger, als eine Tageskarte die aktuell mit 9 Pfund zu Buche schlägt. (Preise: Stand 2014)

Da dummerweise weder der Heathrow-Express noch der Heathrow-Connect an diesem Tag fuhren, fuhren wir mit der Underground, was leider etwas länger gedauert hat, als geplant, da ohne Vorwarnung auch einige Underground-Linien nicht fuhren. Letztendlich haben wir es noch geschafft vor 18 Uhr am Hotel zu sein, was bedeutete, dass wir den Code, den wir am Morgen auswendig gelernt hatten, doch nicht brauchten, da die Rezeption noch besetzt war. Somit wussten wir endlich auch für was wir diesen Code unnötigerweise auswendig gelernt hatten…

Nachdem wir die Betten ausgelost hatten, waren die knurrenden Mägen nicht mehr zu überhören, der Hunger war gigantisch. Also musste was zu Essen her! Gesagt getan und los gings. Leider hatten die von der Rezeption empfohlenen Restaurants am 2. Weihnachtstag geschlossen, also kam gleich unsere Oyster Card wieder zum Einsatz und ab gings Richtung Piccadily Circus. Natürlich fuhren wir mit dem Bus dort hin und einige Augen fingen schon an zu leuchten, als wir durch die volle Oxford Street fuhren und all die schönen, noch weihnachtlich dekorierten Läden und Rabatte sahen… Aber der Hunger war erst einmal größer und so besuchten wir gleich am ersten Abend das Angus Steak House, wo wir seeeehr lecker essen konnten. Der Tag war gerettet!

Ein abendlicher Blick in die post-christmas-sale-bereite Regent Street in London.
Ein abendlicher Blick in die „post-christmas-sale-bereite“ Regent Street in London.

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Dieser Artikel wurde von Jutta verfasst.